162.200, 1.814, 5.807 – das sind drei sehr beeindruckende Zahlen*, die den selbstbetitelten „Innovationsbeschleuniger“ IFA rein numerisch beschreiben: Quadratmeter vermieteter Fläche, partizipierende Aussteller, akkreditierte Pressevertreter. Die IFA ist eine der ältesten Industriemessen Deutschlands und gilt heute als global führende Messe für Consumer und Home Electronics. Sie ist nicht nur für Unternehmen und Endkunden interessant, sondern vor allem auch für die Pressearbeit attraktiv. PR-Verantwortliche sitzen aber immer wieder Fehleinschätzungen auf, wenn es um die IFA geht. Die drei größten möchte ich heute ausräumen.

#1 Fehleinschätzung: Mein Produkt ist das spannendste!

1.814 Aussteller in 2018. Das ist gleichbedeutend mit 1.814 Unternehmen, die sich auf der IFA präsentieren und ihre neusten Produkte vorstellen wollen! Das sind ebenfalls 1.814 Marken, die um die Gunst jedes einzelnen Journalisten buhlen. Ein großer Fehler ist, zu denken, dass nur der eigene Kunde das ultimative Produkt zu bieten hat, das jeden akkreditieren Journalisten an den Stand lockt – oder zumindest jeden zweiten. Ein Fernsehteam muss aber schon auch dabei sein. Big mistake! Die Kalender der Medienvertreter sind zum Bersten voll – und das oft schon mehrere Wochen vor dem Start der IFA. Aber: Die meisten Journalisten reisen bereits vor den Medientagen nach Berlin. Und dieser Zeitraum vor dem offiziellen Messestart sowie die Zeit außerhalb der regulären Messezeiten können gute Möglichkeiten sein, Medienvertreter abseits des Messestress zu treffen.

#2 Fehleinschätzung: Sechs Wochen Vorlauf reichen!

Viele Agenturen und Kunden begehen den Fehler, zu spät aktiv zu werden! Der IFA-Auftritt und die kommunikativen Maßnahmen drum herum wollen wohl geplant sein. Der Andrang auf die IFA ist riesig und entsprechend früh sind auch die Ausstellungsflächen vergeben – vor allem die gut platzierten. Aber auch alle anderen Maßnahmen, zum Beispiel Medienfrühstücke oder Walking Acts brauchen immense Vorbereitungszeit. Auch Promoter im Raum Berlin sind zu IFA-Zeiten ausgebucht. Es gilt deshalb: Ein erfolgreicher Auftritt auf der IFA sowie erfolgreiche kommunikative Maßnahmen rund um die Messe müssen mit ausreichend Vorlaufzeit geplant, kalkuliert, abgestimmt und vorbereitet werden.

#3 Fehleinschätzung: Dabei sein ist alles!

Zu guter Letzt passiert eines jedes Jahr aufs Neue: Kunden wollen ohne neue Produkte oder Neuigkeiten auf die IFA, denn „dabei sein ist alles“. Aber nur der Präsenz wegen einen überstürzten und schlecht vorbereiteten Messeauftritt in Kauf zu nehmen, ist keine gute Idee. Denn ein schlechter Auftritt bringt im besten Falle wenig Aufmerksamkeit und im schlechtesten negative Presse. Grundvoraussetzung, um aus den besagten 1.814 Ausstellern hervorzustechen und damit das Interesse von Endkunden und Medienvertretern gleichermaßen zu wecken, ist eine beeindruckende Präsenz, die sich von denen der anderen Aussteller abhebt. Und die erfordert eine gewisse Investitionsbereitschaft. Standfläche, Messebau, begleitende Aktionen und kreative Maßnahmen gibt es nicht umsonst.

Fazit

Die IFA bietet eine riesige Chance auf Aufmerksamkeit für etablierte und neue Marken. Aber es lauern auch Fallstricke. Wie Sie diesen ausweichen und den größtmöglichen Nutzen für Ihre Kommunikation und Ihr Business aus dem Messeauftritt ziehen, erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

*Quelle: IFA Summary of Results 2018

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