… wenn nicht jetzt, wann dann?

Das Einzige, was im Moment sicher ist, ist, dass nichts sicher ist. Das zeigt sich auch bei der Lektüre von Marketing-Fachmedien. Man liest dort, Kommunikationsverantwortliche sollten jetzt erstmal einen kühlen Kopf bewahren und ihre Aktivitäten strategisch verlagern. Gleichzeitig wird vermeldet, dass die Marketingausgaben im März um 19 Prozent gestiegen sind. In diesen unberechenbaren Zeiten, möchten wir die Gelegenheit nutzen, um ein paar fundamentale Tipps zum Thema Social Media Advertising mit Ihnen zu teilen. Denn für einen (digitalen) Frühjahrsputz ist es nie zu spät.

Dieser Beitrag ist der Beginn einer Reihe zum Thema Social Media Advertising. Über die nächsten Wochen werden wir hier vertiefend in einzelne Themen wie Targeting & Retargeting, Monitoring & Analyse, sowie KPI und Best Practices, was den Content angeht, eintauchen. In diesem Sinne: Stay tuned!

Los geht’s mit 7 grundlegenden Regeln für erfolgreiches Social Media Advertising.

1. SPRECHEN SIE EINE SPRACHE

Das Wichtigste zuerst: Ihre Markensprache sollte sich auf all Ihren Kommunikationskanälen widerspiegeln, auch in den sozialen Netzwerken. Gerade in unruhigen Zeiten sollten Sie sicherstellen, dass Sie als Marke klar kommunizieren und zum Handeln anregen, nicht zu Angst und Unsicherheit beitragen.

Drei allgemeine Tipps zur Tonalität:

  • Verwenden Sie eine aktive Sprache und schreiben Sie lebendige Inhalte.
  • Vermeiden Sie Slang und Dialekte (es sei denn, Ihre Zielgruppe verlangt es).
  • Bleiben Sie greifbar – Sie sind schließlich auch nur ein Mensch.

2. KOMMEN SIE AUF DEN PUNKT

Meist ist weniger mehr. Wenn es um Social-Media-Anzeigen geht, sollte Ihr Text auf einem mobilen Gerät nicht mehr als drei Zeilen umfassen. Halten Sie Ihre Nachrichten deshalb klar und präzise. Wenn Sie die Möglichkeit haben, nur drei Wörter zu verwenden, tun Sie dies.

Facebook-Posts mit 80 Zeichen oder weniger erhalten 66 Prozent mehr Engagement . Bei weniger Text kommt auch das Bild oder Visual mehr zur Geltung.

Bei Instagram-Posts gibt es keine klare Empfehlung für die Textmenge, der Text wird jedoch nach drei Zeilen abgeschnitten. Daher empfehle ich auch hier, den Begleittext auf ein Minimum zu beschränken. Alle Hashtags oder Erwähnungen können gegen Ende des Textes oder im Idealfall im ersten Kommentar stehen.

2.1. OH DU SCHÖNER HASHTAG…

Es gibt vermutlich mehr Tipps & Tricks zu Hashtags als Tiger-King-Memes, daher hier nur ein kurzer Exkurs: Auf Twitter wird empfohlen, nicht mehr als zwei Hashtags zu verwenden. Auf LinkedIn sollte man sich auf maximal fünf beschränken. Instagram empfiehlt weniger als acht. Laut Hubspot liegt der Sweet Spot auf Instagram bei sieben. Lange Rede, kurzer Sinn: Sollten Sie eine Hashtag-Strategie haben – stark! Falls nicht, halb so wild. Unsere Empfehlung: Verbringen Sie mehr Zeit damit, was Sie sagen möchten (Content) und wie Sie es sagen möchten (Visuals & Budget).

3. KPI-ORIENTIERT DENKEN

Kleine Faustregel: Am besten laufen Anzeigen, die die wesentlichen „W-Fragen“ beantworten: Wer, Was, Wann, Wo und Warum? Ihre Zielgruppe hat somit direkt einen viel leichteren Zugang zu den Inhalten. Das trifft besonders auf neue Zielgruppensegmente zu.

Grundsätzlich ist es wichtig, die Pain Points Ihrer Zielgruppe (oder Ihrer Personas – anders als eine Zielgruppe, hat eine so genannte „Buyer-Persona” ein konkretes Gesicht) aufzugreifen und ein Problem für Ihren Verbraucher zu lösen. Das Verständnis für Ihr Publikum bleibt ein grundlegender Schritt dahin, Ihr Publikum zu vergrößern und Conversions (z.B. die Umwandlung eines Websitebesuchers in einen Käufer) zu erzielen.

Oder kurz: Wenn Ihre Inhalte relevant, aktuell und auf geschäftliche Anforderungen zugeschnitten sind, ist Ihre Community aktiv und engagiert.

4. TESTEN, TESTEN, TESTEN

Testen Sie die Texte für Ihre Anzeigen und erstellen Sie darauf basierend eine Strategie. Die Verwendung von Dynamic Ads im Anzeigenmanager (z.B. von Facebook) ist dafür eine hervorragende Möglichkeit.

Für Social Media Ads, die sich auf Reichweite konzentrieren, ist es häufig am besten, auf Text weitestgehend zu verzichten und stattdessen auf Bewegtbild zu setzen. Für Optimierungen von Link-Klicks und Zielseitenansichten ist es ratsam, Inhalte und Ideen basierend auf einer ganzheitlichen Strategie zu erstellen. Das kann bedeuten, dass Sie ein oder zwei Postings pro Anzeige haben und so eine Reihe von Anzeigen erstellen, die Verbraucher in verschiedenen Phasen des Sales-Funnels (auch „Verkaufstrichter” genannt) sehen.

Erstellen Sie dazu eine Customer Journey mit Ihren Social-Media-Inhalten. Vom Start bis zum Ziel.

Bedenken Sie dabei immer:

  • Kommunizieren Sie Ihre Value Proposition, wenn Sie sich auf Reichweite konzentrieren.
  • USPs und Ressourcen, wenn Sie Klicks generieren möchten (z.B. Optimierung einer Landingpage). HINWEIS: Das funktioniert nur, wenn Sie einen aktiven Pixel (oft auch „Tracking Pixel” oder „Conversion Pixel” genannt) verwenden.
  • Conversion Ads, um schlussendlich zum Kauf anregen.

Es ist wichtig, Anzeigen konsequent zu überwachen und zu aktualisieren. Hier können Fehler schnell erkannt und die Performance der Posts direkt optimiert werden.

Besonders Grammatik- und Rechtschreibfehler lassen die Marke im Allgemeinen weniger vertrauenswürdig und professionell erscheinen. Außerdem: Fehlerfreie Beiträge führen zu mehr Shares.

5. DIE VISUALITÄT NICHT VERNACHLÄSSIGEN

Anzeigen sollten immer einen so genannten Call-to-Action (CTA), also eine Aufforderung für den Leser, im Text beinhalten. Das Visual der Anzeige sollte immer auf die Customer Journey abgestimmt sein. Aus diesem Grund sollten Bilder immer den gewählten CTA ergänzen. Insbesondere wenn User zu mehr bildgesteuerten Aktionen wechseln, lässt sich daraus ableiten, dass Visuals wichtiger sind als der textliche Inhalt. Der schnelle Aufstieg von Werbung in Instagram Stories unterstützt diese Annahme.

Es versteht sich von selbst: Wenn Sie die Ressourcen haben, um gute Visuals zu erstellen, erzielt Ihre Anzeige bessere Ergebnisse. Posts mit Bildern schneiden mehr als zweimal so gut ab wie Posts ohne  Visual.

6. TARGETING-OPTIONEN KENNEN UND VERSTEHEN

Sie haben darüber nachgedacht, was Sie sagen wollen und wie Sie es sagen möchten. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Publikum es hört?

Für gewöhnlich erreichen organische Inhalte durchschnittlich etwa zwei Prozent Ihres Publikums. Daher ist es wichtig, sicherzustellen, dass Ihr Targeting ins Ziel trifft.

Zu den wichtigsten Targeting-Optionen gehören:

  • Re-Targeting: Schalten Sie Anzeigen zu Produkten, mit denen sich Ihre User bereits auseinandergesetzt haben.
  • CRM-Targeting: Nutzen Sie Kundendaten aus Ihrem CRM-System, um Neukunden in Wiederkäufer umzuwandeln.
  • Interest Targeting: Konzentrieren Sie sich auf bestimmte Interessen Ihrer Zielgruppe. HINWEIS: Dafür sollten Sie Ihren Verbraucher verstehen und im Idealfall Personas entwickelt haben.
  • Soziodemografisches Targeting (hauptsächlich für B2C): Fokussieren Sie sich auf Gruppen eines bestimmen Alters, Geschlechts und/oder Wohnorts.

Zusammen mit dem Verständnis, auf welche Ziele Sie sich für jede Phase des Sales Funnels konzentrieren möchten und welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten, wird sichergestellt, dass Ihre Anzeigen von den richtigen Personen gesehen werden.

In einer unserer nächsten Ausgaben werden wir das Thema noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.

7. HILFE VOM PROFI HOLEN

Kein neuer Content und keine frischen Ideen in Sicht? Keine Panik. 1. Wir helfen natürlich immer gerne. 2. Scheuen sie nicht davor zurück, alten Content erneut zu verwenden. Eine leichte Abänderung ihres Anzeigentextes lässt Ihre Anzeige frischer daherkommen und die Reaktion der Zielgruppe liefert darüber hinaus eventuelle Erkenntnisse für Ihre nächste Contentreihe.

 

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